Turnerreise: 10./11. September 2022

 Am Wochenende vom 10./11. September machten 12 wackere Turnerinnen und Turner unzählige Grenzerfahrungen. Mit dem öffentlichen Verkehr reiste man zuverlässig ins schaffhausische Schleitheim; oder nach «Schlaate» wie der Einheimische sagen würde. Mit aufgespanntem Schirm und/oder montierter Regenjacke wanderte man der Landesgrenze nach Richtung Hallau. Da sich die motivierte Turnerschar um einiges schneller als die angekündigte Marschtabelle bewegte, gönnte man sich in der Besenbeiz «Vorderer Berghof» einen ausgiebigen Stärkungs- und Trocknungshalt. Während diesem verabschiedete sich erfreulicherweise der Regen, so dass die nachmittägliche Weinprobe in Hallau bei idealem Wetter durchgeführt werden konnte. Stefan Gysel vom Weingut «aagne» erklärte den wissbegierigen Degustierenden mit viel Herzblut alles rund um den Wein, seinen Beruf und seine Reben. Vor dem Rebhüsli, bei der pittoresken Bergkirche und zum Schluss im Degustationsraum probierten sich die Turner durch das vielfältige Angebot. Nachdem die Gläser leer (oder kaputt) waren und die Weinbestellung aufgegeben war, verabschiedete man sich Richtung Deutschland. Die Übernachtung und das Nachtessen waren direkt ennet der Grenze in Erzingen geplant. Dies hinderte die Turner aber nicht daran, für den Ausgang wieder zu Fuss in die Schweiz zurückzukehren. Am Trasadinger Weinfest beglückte man unter anderem die dortige Männerriege mit einem Besuch in ihrer zur Oldie-Bar umfunktionierten Remise; ein Hauch von Martinsmarkt in hohen Schweizer Norden. Spätabends ging’s dann wieder zur Übernachtung zurück ins Ausland.

 

Da sich die Zimmer im Bahnhofsgebäude Erzingen befanden, genoss man am Sonntagmorgen direkt im modernisierten Bahnhofbuffet ein ausgiebiges Morgenessen. Dann dislozierte man nach Neuhausen, wo unterhalb des Rheinfalls sechs Zweierkanus bereitstanden. Ziel der Kanutour: 16 Uhr, Eglisau. Die allgemeine Annahme, dass man sich gemütlich im Rhein treiben lassen kann, erwies sich schon bald als Trugschluss. Spätestens als die ersten Stand-up-Paddler flussaufwärts entgegenkamen, war allen klar, dass das Ziel nur mit reichlich Paddeleinsatz und Koordination zu erreichen ist. Etwas Erholung gab’s nur während zwei kurzen Pausen sowie beim Passieren der drei Wehre, wo eine Standseilbahn die Kanus gemütlich auf die andere Seite beförderte. Dank einem Schlussspurt gelang schliesslich eine Punktlandung. Auf die Sekunde genau wurde um 16 Uhr das letzte Boot in Eglisau ausgewassert. Etwas erschöpft aber mit vielen schönen Eindrücken ging’s dann wieder zurück in die Innerschweiz. Vielen Dank an Sabine Betschart und Barbara Hunziker für die Organisation dieser interessanten Turnerreise.


Skiweekend: 19./20. März 2022

Wenn Engel Ski fahren, dann lacht der Himmel. Die Turnerinnen und Turner des STV Gersau genossen am Wochenende vom 19. und 20. März zwei wunderbare Skitage in Engelberg. Fast alles funktionierte nach Plan. Ein Sessellift wurde jedoch kurzzeitig vom Jochstock Express zum Jochstock Bummler. Aufgrund einer Störung konnten die Passagiere das Panorama vom Sessel aus besonders ausgiebig bewundern, währenddessen sie mit Notantrieb in entschleunigendem Schneckentempo gemächlich zur Bergstation schaukelten. Als Nachmittagsunterhaltung spielte in dezenter Lautstärke eine irische Band auf. Zum Glück war dies so angekündigt, denn sonst hätte man die Musik wohl nicht in erster Linie mit Irland in Verbindung gebracht. Beim süffigen Zwischenstopp auf der Talabfahrt wagten sich einige Turnerinnen an die Spezialität des Hauses: Tee Wein. Diese Bestellung war derart selten und speziell, dass sie nicht mal das überraschte Servicepersonal kannte. Nach dem ersten Schluck wussten dann auch die Besteller warum. Mit einem scharfen indischen Nachtessen wurde dieses Geschmackserlebnis einige Stunden später erfolgreich verdrängt. Mit richtiger irischer Musik liess man den Abend gemütlich ausklingen. Die Übernachtung im Hotel Espen war ruhig und das Bett warm. Niemand musste zittern. Am Sonntag zeigte sich, dass die Turner zur verbreiteten Gattung der Gewohnheitstiere zählen. Man spulte praktisch das gleiche Ski- und Essensprogramm wie am Vortag ab. Diesmal funktionierten jedoch alle Sessellifte, die irische Musik war verstummt und auf den Tee Wein wurde leichten Herzens verzichtet.