Eidg. Turnfest Aarau: 21. Juni 2019

Dass man beim 1-teiligen Vereinswettkampf im Fachtest Allround eine gute Note erzielen kann, liess sich bereits an den Trainings erahnen. Dass dann schlussendlich aber die glatte Höchstnote 10.0 (sogar mit Reserven) resultieren wird, übertraf selbst die Erwartungen der kühnsten Optimisten. Doch es stimmte einfach alles an diesem Freitag 21. Juni. Angefangen bei den Wettkampfanlagen und dem trockenen, aber nicht allzu heissen Wetter. Die neun ambitionierten Turnerinnen und Turner nahmen diese Einladung dankend an und liessen sich zu Höchstleistungen inspirieren. Tennis- und Beachball flogen praktisch immer auf der Idealline durch die Luft. Und wenn dem mal nicht so war, retteten die Spielerinnen und Spieler die Situation gekonnt und teils akrobatisch. Durch den tadellosen Umgang mit Goba- und Beachballschläger wurde den Fachtestlern auch in Sachen Ausdauer einiges abverlangt, da mangels Fehler schlichtweg keine Zeit zum Ausruhen war. Nach dem Wettkampf musste darum nicht lang gerechnet werden bis der historische Triumph offiziell verkündet werden konnte: «Turnfestsieg mit Maximalnote 10!»

Dieser Erfolg ist dem TK unter der Leitung von Oberturnerin Karin Camenzind zu verdanken. Nebst der einwandfreien Vorbereitung auf das Fest, meldete man bewusst zwei Wettkämpfe an: Einen 1-teiligen mit Potential und einen 3-teiligen, bei dem jeder jene Disziplinen absolvieren konnte, welche er bevorzugt.

Auch das Abschneiden beim 3-teiligen Wettkampf darf sich sehen lassen. Beim «Fit & Fun» mit Unihockeyparcours und 8-er Ball resultierte die Note 8.99. Damit waren die acht Turnerinnen nicht ganz zufrieden. Zusätzlich verhinderten ein zu später Startpfiff und ein langsamer Turnhallenboden eine bessere Note. Beim Fachtest Volleyball gab’s ein 9.19 und ein Lob der Kampfrichter, die beim erstmaligen Lesen des Namens «STV Gersau» an einem Volleyball-Fachtest schon das Schlimmste befürchteten. Die 800 Meter fanden im Gegensatz zum letztjährigen «Kantonalen» diesmal auf der Leichtathletik-Rundbahn statt. Dies spornte die Läufer zusätzlich an und die gesteckten Zeitziele konnten grösstenteils erreicht werden. So durfte man zufrieden sein, obwohl mit 7.65 die schlechteste Note aller Wettkampfteile resultierte. Auch die 7.87 im Kugelstossen entsprachen in etwa den Erwartungen. Den Abschluss bildete die gute Note 9.64 beim Schleuderball. Summa summarum resultierte daraus die Endnote 25.63. Die bedeutete den 113. Rang, womit man bei 222 gestarteten Vereinen ziemlich genau in der Mitte der Rangliste landete.

Zum Dessert spielten dann 7 unermüdliche Republikaner noch an der Volleyballnacht mit. Diese liessen sich vom langen Tag nichts anmerken und konnten sich auch auf das eher ungastliche Ambiente der unterirdischen Turnhalle einlassen. In der spielerisch gut besetzten 7er-Gruppe reichte es schliesslich zum starken 2. Rang.

 


Skiweekend: 23./24. März 2019

Am Wochenende vom 23./24. März 2019 begaben sich je nach Zählweise zwischen 15 und 18 verwegene Turner-Skifahrer nach Andermatt, um das erweiterte Sawiris-Skigebiet zu erkunden. Daraus resultierte folgende inoffizielle Bewertung. Der Ticketschalter wurde von Organisator Peter Herger dank einer Warteschlange ausgiebig getestet. Da der Bezug der Skibillette nicht unmittelbar bei der Gondelbahn möglich ist, konnte leider nicht die Höchstnote vergeben werden. Das Skigebiet schnitt unterschiedlich ab. Die Snowboarder bemängelten die diversen Traversen. Die Skifahrer lobten unter anderem die Skicrosspiste. Die Sparte «Gastronomie» sicherte sich eine hohe Note. Vor allem die «Alp-Hittä» konnte überzeugen und ihren Sieg von «Mini Beiz, dini Beiz» eindrücklich bestätigen. Bei der Übernachtungsherberge schauten die Testpersonen ganz genau hin. So wurde mehrmals das Zimmer gewechselt und intensiv überprüft, ob man aus einem Zweierzimmer ein Dreierzimmer machen kann. Resultat: Das «Casa Popolo» bestand den Test mühelos. Im Ausgang gab’s für die Andermatter Bars nur eine durchschnittliche Note. Die DJs und deren Musikauswahl konnten beim Turnvolk nicht punkten. Auch ein Andermatter Sportgeschäft wurde ausgiebig getestet. Teils aus Vergesslichkeit, teils aus Materialermüdung. Für das geschulte Auge der Verkäuferin gab’s die Höchstnote, da sie der auf leisen Innenschuhen ins Geschäft kommenden Kundschaft sofort ansah, wo der Schuh drückt. Die Reise mit dem öffentlichen Verkehr erreichte bei der Pünktlichkeit die Topnote. Abzüge mussten jedoch für die eher umständliche Umsteigerei gemacht werden.

 

Als Gesamtfazit erhielt das sonnige Andermatter Skiweekend von der Turnerschar das Prädikat «sehr gut». Die Turnerinnen und Turner waren jedoch mit der Testerei derart ausgelastet, dass sogar das obligate Gruppenfoto für einmal vergessen ging.