Turnerreise: 14./15. september 2019

Warum in die Ferne schweifen, wenn die Rigi so nah ist! Getreu diesem Motto erkundeten 11 wackere Turnerinnen und Turner am Wochenende  vom 14./15. September 2019 die unterschiedlichen Facetten unseres Hausbergs.

 

Mit dem Bus ging’s am Samstagmorgen nach Küssnacht. Dort wartete im Seilpark Rigi die erste Herausforderung auf die Gersauer Turner. Dank der fundierten Einführung in einwandfreiem RudiCarrell-Deutsch meisterte man selbst die anspruchsvollen Routen problemlos. Zwischen «normalen» Kletterpassagen und Rollenabfahrten wartet der Seilpark immer wieder mit originellen Passagen wie dem Karussell, dem Sprung ins Fass oder der Kletterschlange auf. So verging die Zeit wie im Flug und das Zmittag im Alpenhof wurde eher zu einem Nachmittagsessen. Vor dem Aufstieg zum Nachtlager knobelte man gemeinsam noch schnell die ersten Disziplinen des Gero-Cups aus. Dieser wurde nämlich ausnahmsweise komplett an der Turnerreise durchgeführt. Die ersten Disziplinen «Raten mit Marco» und «Bergsprint mit vorher erstellter Rangliste» wurden dann sogleich in die Praxis umgesetzt. Mit der Wanderung zur Räbalp wurde das Sportprogramm abgeschlossen und man konnte sich dem erfrischenden Apéro und den verdienten Älplermagronen widmen. Zudem wurde der schweisstreibende Aufstieg mit einem schönen Sonnenuntergang belohnt.

Geweckt wurde man am Sonntagmorgen vom zarten Röstiduft aus der Räbalp-Küche. Durch das reichhaltige Zmorge gestärkt, wanderte man anschliessend zuerst allein und dann in der Touristenmasse via Chänzeli – Kaltbad – First zur Heirihütte. Dort standen nebst einer mittäglichen Verpflegung zwei weitere Spontandisziplinen des Gero-Cups auf dem Programm. Beim «Bierdeckelgeschicklichkeitsfangen» und dem «Stein-/Hagstudzielwurf» konnten wieder mehr oder weniger engagierte Athleten bei mehr oder weniger gelungenen Versuchen beobachtet werden. Danach wurde wieder gewandert. Als Ziel war das Gschwend definiert. Anstatt des national beliebten Panoramawegs Richtung Scheidegg entschied man sich jedoch für die weniger bekannte Variante via Gletti – Obermatt - Zwergenweg. So konnte man zum Abschied der Turnerreise mit den Wichteln und der Sonne um die Wette strahlen.

Und wer hat nun den Gero-Cup gewonnen? Dies erfährt man erst an der GV, wenn Organisator Marco Pisani die komplizierte Auswertung durchgeführt, die einzelnen Disziplinenreglemente erstellt und sämtliche Rekurse behandelt hat…



Eidg. Turnfest Aarau: 21. Juni 2019

Dass man beim 1-teiligen Vereinswettkampf im Fachtest Allround eine gute Note erzielen kann, liess sich bereits an den Trainings erahnen. Dass dann schlussendlich aber die glatte Höchstnote 10.0 (sogar mit Reserven) resultieren wird, übertraf selbst die Erwartungen der kühnsten Optimisten. Doch es stimmte einfach alles an diesem Freitag 21. Juni. Angefangen bei den Wettkampfanlagen und dem trockenen, aber nicht allzu heissen Wetter. Die neun ambitionierten Turnerinnen und Turner nahmen diese Einladung dankend an und liessen sich zu Höchstleistungen inspirieren. Tennis- und Beachball flogen praktisch immer auf der Idealline durch die Luft. Und wenn dem mal nicht so war, retteten die Spielerinnen und Spieler die Situation gekonnt und teils akrobatisch. Durch den tadellosen Umgang mit Goba- und Beachballschläger wurde den Fachtestlern auch in Sachen Ausdauer einiges abverlangt, da mangels Fehler schlichtweg keine Zeit zum Ausruhen war. Nach dem Wettkampf musste darum nicht lang gerechnet werden bis der historische Triumph offiziell verkündet werden konnte: «Turnfestsieg mit Maximalnote 10!»

Dieser Erfolg ist dem TK unter der Leitung von Oberturnerin Karin Camenzind zu verdanken. Nebst der einwandfreien Vorbereitung auf das Fest, meldete man bewusst zwei Wettkämpfe an: Einen 1-teiligen mit Potential und einen 3-teiligen, bei dem jeder jene Disziplinen absolvieren konnte, welche er bevorzugt.

Auch das Abschneiden beim 3-teiligen Wettkampf darf sich sehen lassen. Beim «Fit & Fun» mit Unihockeyparcours und 8-er Ball resultierte die Note 8.99. Damit waren die acht Turnerinnen nicht ganz zufrieden. Zusätzlich verhinderten ein zu später Startpfiff und ein langsamer Turnhallenboden eine bessere Note. Beim Fachtest Volleyball gab’s ein 9.19 und ein Lob der Kampfrichter, die beim erstmaligen Lesen des Namens «STV Gersau» an einem Volleyball-Fachtest schon das Schlimmste befürchteten. Die 800 Meter fanden im Gegensatz zum letztjährigen «Kantonalen» diesmal auf der Leichtathletik-Rundbahn statt. Dies spornte die Läufer zusätzlich an und die gesteckten Zeitziele konnten grösstenteils erreicht werden. So durfte man zufrieden sein, obwohl mit 7.65 die schlechteste Note aller Wettkampfteile resultierte. Auch die 7.87 im Kugelstossen entsprachen in etwa den Erwartungen. Den Abschluss bildete die gute Note 9.64 beim Schleuderball. Summa summarum resultierte daraus die Endnote 25.63. Die bedeutete den 113. Rang, womit man bei 222 gestarteten Vereinen ziemlich genau in der Mitte der Rangliste landete.

Zum Dessert spielten dann 7 unermüdliche Republikaner noch an der Volleyballnacht mit. Diese liessen sich vom langen Tag nichts anmerken und konnten sich auch auf das eher ungastliche Ambiente der unterirdischen Turnhalle einlassen. In der spielerisch gut besetzten 7er-Gruppe reichte es schliesslich zum starken 2. Rang.

 


Skiweekend: 23./24. März 2019

Am Wochenende vom 23./24. März 2019 begaben sich je nach Zählweise zwischen 15 und 18 verwegene Turner-Skifahrer nach Andermatt, um das erweiterte Sawiris-Skigebiet zu erkunden. Daraus resultierte folgende inoffizielle Bewertung. Der Ticketschalter wurde von Organisator Peter Herger dank einer Warteschlange ausgiebig getestet. Da der Bezug der Skibillette nicht unmittelbar bei der Gondelbahn möglich ist, konnte leider nicht die Höchstnote vergeben werden. Das Skigebiet schnitt unterschiedlich ab. Die Snowboarder bemängelten die diversen Traversen. Die Skifahrer lobten unter anderem die Skicrosspiste. Die Sparte «Gastronomie» sicherte sich eine hohe Note. Vor allem die «Alp-Hittä» konnte überzeugen und ihren Sieg von «Mini Beiz, dini Beiz» eindrücklich bestätigen. Bei der Übernachtungsherberge schauten die Testpersonen ganz genau hin. So wurde mehrmals das Zimmer gewechselt und intensiv überprüft, ob man aus einem Zweierzimmer ein Dreierzimmer machen kann. Resultat: Das «Casa Popolo» bestand den Test mühelos. Im Ausgang gab’s für die Andermatter Bars nur eine durchschnittliche Note. Die DJs und deren Musikauswahl konnten beim Turnvolk nicht punkten. Auch ein Andermatter Sportgeschäft wurde ausgiebig getestet. Teils aus Vergesslichkeit, teils aus Materialermüdung. Für das geschulte Auge der Verkäuferin gab’s die Höchstnote, da sie der auf leisen Innenschuhen ins Geschäft kommenden Kundschaft sofort ansah, wo der Schuh drückt. Die Reise mit dem öffentlichen Verkehr erreichte bei der Pünktlichkeit die Topnote. Abzüge mussten jedoch für die eher umständliche Umsteigerei gemacht werden.

 

Als Gesamtfazit erhielt das sonnige Andermatter Skiweekend von der Turnerschar das Prädikat «sehr gut». Die Turnerinnen und Turner waren jedoch mit der Testerei derart ausgelastet, dass sogar das obligate Gruppenfoto für einmal vergessen ging.